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Sind Oberdämpfer schlechter als Unterdämpfer?
Das werden wir häufig gefragt.
In der Regel ja.
Aber: es gibt so viele Ausnahmen, dass dies nicht generell behauptet werden kann.
Oberdämpfer haben in der Regel einen längeren Nachhall. Das kann bei präziser Musik ganz schön störend wirken.
Es gibt aber sehr solide gebaute Oberdämpfer (Seiler, Glaser, Blüthner, Ibach, Zeitter & Winckelmann, Uebel & Lechleiter, Rittmüller, Schiedmayer etc.) und äußerst schlampig gebaute Unterdämpfer. Es kommt auf das einzelne Instrument und vor allem auf dessen Erhaltungszustand an.
Oberdämpfer sind mindestens 90 Jahre alte Klaviere, die bei gutem Zustand noch sehr brauchbar sein können.
Zur Oberdämpfungstechnik:
Bei etwa 90 Jahre alten Klavieren (und älter) wurden die Dämpfer (die Filze, die die Töne wieder zum Schweigen bringen) o b e r- halb der Hämmer (die Teile, die den Ton anschlagen) angebracht. Die Töne werden also dort gebremst, wo die Schwingungsauslenkung der Saiten gering und dem entsprechend das Bedämpfen der Schwingungsauslenkung von geringer Wirkung ist . Es ist wie mit dem Unterschied zwischen Trommel- und Scheibenbremse.
Trommelbremse = ‘’Oberdämpfer’’
Scheibenbremse = ‘’Unterdämpfer’’
Hinzu kommen beim Oberdämpfer meist noch lange Stäbe von den Tasten zur Mechanik (wegen der damaligen Bauhöhe der Klaviere. Sehr gut für den Klang, nicht so gut für die Schnelligkeit der Mechanik) Diese Stäbe machen die Mechanik oft träge.
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